Chinesische Medizin

Was ein Arzt der chinesischen Medizin zuerst lernen muss:

Im Vorwort des intensiv studierten und vielfach zitierten Klassikers Qianjingfang (Rezepte, die tausend Stück Gold wert sind) beschreibt Sun Simiao (Arzt der Tang-Dynastie) welche Vorbereitungen jemand treffen müsse, der Medizin studieren will:

Zuerst müsse man sich vertraut machen mit dem Suwen, Jiayi und Hungdi zhenjing, den 12 Leitbahnen, den chinesischen Pulsstellen, den fünf Zang und sechs Fu, dem Inneren, dem Äußeren, den Punkten, den Arzneien und den klassischen Rezepturen.
Auch Yin und Yang müssen verstanden werden und die Fähigkeit erworben werden, das Glück des Lebens (im Gesicht der Menschen sein Schicksal lesen) erkennen zu können, das Yijing nutzen (wahrsagen). Sonst stolpert man im Dunkeln umher.
Er muss wissen, was Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Tugend bedeutet. Ebenso Barmherzigkeit, Trauer, Glück und Geben. Doch auch die fünf Wandlungsphasen, Geographie und Astronomie müssen studiert werden. Das ist 1300 Jahre her und gilt noch immer!

Allem und damit auch diesem Weg zu Grunde liegt das TAO (DAO) (Weg, Pfad, Methode Straße), der harmonische und ausgeglichene Weg/Sein, der alle Dinge und ihre Beziehung untereinander erfasst. Für das TAO gibt es keine genaue Definition.
„Das TAO, das sich aussprechen lässt ist nicht das ewige TAO.
Der Name, der sich nennen lässt, ist nicht der ewige Name.“

Es kann nur innerhalb eines Kontextes von wechselseitigen Abhängigkeiten im Rahmen ihrer Dynamik erfasst werden. Es im Einzelnen betrachten zu wollen, heißt, es zu verlieren. Nur ohne Anstrengung, wie von selbst, ( ohne Emotion) führt der Weg zur Harmonie.

Sprache und Begriffe

Die chinesische Sprache ist ein unergründlicher Pool von Bedeutungen, Bildern und Symbolen. Im Gegensatz zu unserer sonografisch orientierten Schrift (Laute werden aufgegriffen und als Buchstaben notiert ohne Sinnerfassung), arbeitet die chinesische Schrift mit Bildern und Begriffen, die gleich Sinn erfassend in Zusammenhänge gestellt werden. Ihre Bedeutung erhalten die Zeichen durch ihren Kontext. So wie eben auch die Zeichen in der chinesischen Medizin ihre Bedeutung ändern je nach



















Die Monade, das Tai Chi, symbolisiert die Beziehung zwischen Yin und Yang perfekt.
Die schwarze, untere Partie des Kreises symbolisiert das Yin im Yin, während der weiße obere Teil das Yang im Yang darstellt. Beide Teile gehen unentwegt ineinander über und tragen den Keim des Anderen in sich.
In seiner reinsten Form ist Yang gänzlich immateriell und entspricht reiner Energie.
Yin hingegen ist in grober und dichter Form gänzlich materiell, ist Materie.

Die 5 Prinzipien von YinYang

1. Yin und Yang bilden Gegensätze und enthalten sich gegenseitig im Keim

2. Yin und Yang können sich ineinander umwandeln
3. Yin und Yang sind voneinander abhängig

4.Yin und Yang verbrauchen und kontrollieren einander

5. Yin und Yang sind unteilbar

Die Fünf Wandlungsphasen = Wu Xing
(auch Fünf Elemente, erstmalig schriftlich erwähnt in der Periode der kämpfenden Staaten 476-221 v. Chr.)

Die fünf Elemente Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde bilden die Grundelemente des Universums und der Welt. Sie bringen einander hervor, beeinflussen und regulieren einander. Die Philosophische Theorie der 5 Elemente wurde schon früh in das theoretische Gebäude der chinesischen Medizin eingearbeitet.

Yin und Yang stehen am Ursprung aller Dinge.
Auf den ersten Blick scheint die Monade nur das Verhältnis zweier Kräfte darzustellen, auf den zweiten Blick ein Vierersystem. Das System der Fünf Elemente nimmt hier seinen Ursprung.



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